17
Sep
17.09.2021 bis 18.09.2021 | Vortrag

Beethoven, Wagner und die politischen Bewegungen ihrer Zeit


 

Ludwig van Beethoven war als Komponist Richard Wagners erklärtes musikalisches Vorbild. Beide sind Zeitzeugen großer politisch-gesellschaftlicher Veränderungen im 19. Jahrhundert und kommentieren diese ausführlich – in ihren Werken, Schriften und Briefen. Sie gehören zu den ersten wirklich „politischen Komponisten“ ihrer Zeit. Das Symposium vergleicht ihre Positionierung zu Revolutionen und Restaurationen ihrer Ära und diskutiert die Aussagen beider Komponisten zu Politik und Gesellschaft.

Das 19. Jahrhundert ist eine Epoche großer gesellschaftlicher Umbrüche, die Industrialisierung und die technischen Innovationen verändern die Lebensbedingungen in weiten Teilen Europas. Die Menschen werden von den Veränderungen zum einen verunsichert, zum anderen wächst ein Glaube an die omnipotenten Fähigkeiten von Wissenschaft und Technik und damit auch der eigenen Möglichkeiten. Bürgerlich-demokratische Bewegungen fordern Partizipation an den neuen Errungenschaften und Teilhabe an der politischen Macht, letztlich das Ende des ancien régime. In dieser historisch-politischen Situation lebten Beethoven und Wagner, beide kommentieren Politik, Gesellschaft und Religion der Zeit und drängen auf Veränderungen. Beethoven hat dabei vor allem die Französische Revolution und die Reformen in der Zeit der „Befreiungskriege“ im Fokus, Wagner den „Vormärz“und die Revolution von 1848/1849, an der er aktiv teilgenommen hat. Schließlich werden sie mit beiden Restaurationen im 19. Jahrhundert konfrontiert, nach 1815 (Beethoven) und nach 1849 (Wagner). Welche Schlussfolgerungen ziehen Beethoven und Wagner aus dem Misslingen der Reformen und der Revolutionen? Inwieweit verändert sich ihr Weltbild? Ziehen sie sich in das „Private“ zurück, setzen sie sich weiter politisch ein? Verändern sie ihre inhaltlichen Positionen? Diese aufgezeigte Thematik ist u.a. am 17. und 18. September 2021 Gegenstand eines mit renommierten Wissenschaftlern, Künstlern und Publizisten besetzten internationalen Symposiums.

Spielstätte

Woelfl-Haus Bonn, Woelflsaal
Meßdorfer Straße 177
53123 Bonn

Info zu Eintrittspreisen

Der Eintritt ist in Präsenz wie auch Online frei.

Info zu Tickets

Der Eintritt ist frei, allerdings ist coronabedingt eine Anmeldung erwünscht.
Eine Teilnahme ist auch online möglich. Alle Informationen dazu auf unserer Webseite https://rwv-bonn.de/kalender/beethoven-wagner-und-die-politischen-bewegungen-ihrer-zeit

Lageplan

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Anfahrt zur Spielstätte

Das Woelfl -Haus Bonn ist bequem von der Bonner Innenstadt (Hauptbahnhof) per Bus mit den Linien 610, 611 und 630 zu erreichen: Richtung DuisdorfLessenich bis Haltestelle Gielsdorfer Straße. Üblicherweise finden sich in der Umgebung auch ausreichend Parkplätze.
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