17
Aug
17.08.2020 bis 28.08.2020 | Rahmenprogramm

BTHVN 250/16


Copyright: Günter Ewinger

Die Tragik seines schleichenden Hörverlustes vereint den Komponisten Ludwig van Beethoven mit allen Menschen mit Hörbeeinträchtigungen und Tinnitus. Zu seinem 250. Geburtstag macht die künstlerische Installation BTHVN 250/16 darauf aufmerksam, dass diese Schicksalsgemeinschaft beträchtlich ist. 16 Prozent der Bevölkerung leiden unter Hörverlusten und Ohrgeräuschen. Einiges, was wir von Beethoven wissen, erklärt sich leichter, wenn wir verstehen, was der Verlust des Hörens für Menschen bedeutet.

250 Jahre Ludwig van Beethoven – Für den Verein der Schwerhörigen und Ertaubten Bonn und Rhein-Sieg-Kreis e.V. ist das Jubiläumsjahr des weltbekannten Bonner Komponisten Anlass für eine besondere Aktion. Die Tragik seines schleichenden Hörverlustes bis zur Taubheit ist bekannt. So berichtete er in einem Brief am 29. Juni 1801 über seine Schwerhörigkeit mit Hochton- und Sprachverständlichkeitsverlust, Tinnitus, Verzerrungen und einer Überempfindlichkeit für Schall. Weniger bekannt ist, dass man Beethoven mit den heutigen medizinischen und technischen Mitteln wohl teilweise hätte helfen können: zu Beginn mit Hörgeräten, später vermutlich dann mit Innenohr-Implantaten.

In der Installation BTHVN 250/16 sehen Sie 250 Hasen. Mit ihren großen Ohren stehen sie für eine besonders gute Hörfähigkeit. Hasen nehmen zehnmal leisere Geräusche wahr als wir Menschen. Wenn Sie die Szene genauer betrachten, werden Sie 210 weiße Hasen mit unbeschädigten Ohren zählen und 40 rote Hasen mit beschädigten Ohren. Dies entspricht dem Anteil von 16 % Menschen an der Gesamtbevölkerung, die Hörprobleme der unterschiedlichsten Art haben.

Mit diesen Hörproblemen verbinden sich individuelle Leiden und Schicksale, die für Menschen mit einem gesunden Gehör oft schwer nachzuvollziehen sind. Hörverlust und Tinnitus führt nicht nur zu Einschränkungen bei der Kommunikation mit anderen Menschen. Sie zehren auch an den Kräften und den Nerven der Betroffenen. Häufig ziehen sich Menschen mit Hörbeeinträchtigungen von ihren Mitmenschen zurück und geraten in eine soziale Isolation, die ihr Leiden noch mehr verstärkt.

Wer das Leben Beethovens aufmerksam betrachtet, wird feststellen, dass auch er genau diese Erfahrungen des Versteckens, des Rückzugs, des Verlusts und des Ausgeschlossenseins gemacht hat. Mit der Ausstellung möchte der Verein der Schwerhörigen auf eine besondere Weise auch zum Verständnis von Beethovens Person beitragen.

Keine Frage: Beethoven war einer von uns.

Spielstätte

Rathaus Stadt Troisdorf
Kölner Straße 176
53840 Troisdorf

Info zu Eintrittspreisen

Der Eintritt ist kostenfrei.

Info zu Tickets

Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses zugänglich:

Mo 7:30-12:30 und 13:30-19 Uhr

Di/Do/Fr 7:30-12:30 Uhr

Bitte Mund-/Nasenschutz mitbringen und beim Sicherheitspersonal melden!

Lageplan

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Anfahrt zur Spielstätte

mit dem Auto: B59, Abfahrt Troisdorf, Sieglarer Straße stadteinwärts Parken auf dem Rathausparkplatz Sieglarer Straße (neben dem Rathaus) oder im Parkhaus an der Stadthalle.

mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Bahnlinien: S-Bahn-Linien 12 und 13, RE 8 und 9, RB 27, vom Bahnhof Troisdorf ca. 5 Gehminuten Fußweg Buslinien: 501(/164), 503, 507, 508 und 551 ( VRS)