5
Mär
05.03.2020 bis 07.03.2020

Die Berliner Philharmoniker und Simon Rattle interpretieren Beethoven und Strauss.


In seinem Oboenkonzert gelang es Strauss auf geradezu magische Weise, im Geiste Mozarts und Schuberts zu komponieren, ohne die eigene künstlerische Identität zu verleugnen. Simon Rattle interpretiert das Werk mit dem philharmonischen Solooboisten Jonathan Kelly. Danach präsentiert er Beethovens Oratorium Christus am Ölberge, das weniger geistliche Andacht als opernhafte Expressivität vermittelt, beispielsweise in einer sich dramatisch zuspitzenden Szene, die die Verhaftung Jesu schildert.

In seinem Oboenkonzert gelang es Strauss auf geradezu magische Weise, im Geiste Mozarts und Schuberts zu komponieren – ohne die eigene Identität samt mancher harmonischer Seitensprünge zu vernachlässigen. Fließende Melodien prägen dieses zu Unrecht nur selten zu hörende Werk, das am 26. Februar 1946 in Zürich Premiere hatte. Unter der Leitung von Sir Simon Rattle widmen sich die Berliner Philharmoniker Strauss’ Oboenkonzert. Solist ist Jonathan Kelly. Nach der Pause erklingt mit Ludwig van Beethovens einzigem Oratorium Christus am Ölberge ein weiteres Werk, das eher selten auf den Programmzetteln zu finden ist. Neben dem Rundfunkchor Berlin sowie der Sopranistin Iwona Sobotka singen der Tenor Benjamin Bruns und der britische Bariton David Soar. Die erfolgreiche Uraufführung von Beethovens Oratorium fand in den »Tempora sacrata« (Passionszeit) am 5. April 1803 im Rahmen eines Akademiekonzerts statt, in dem auch seine Zweite Symphonie sowie sein Drittes Klavierkonzert der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Das Libretto, das ein sehr menschliches Bild von Jesus zeichnet, stammt von Franz Xaver Huber, einem seinerzeit in Wien bekannten Opernlibrettisten. Der frei gedichtete Text beruft sich auf alle vier Evangelien und umfasst die kurze Szene im Garten Gethsemane, in der Jesus in tiefer Verzweiflung um Kraft für die ihm bevorstehenden Leiden bittet. Der Auftritt eines tröstenden Engels (Seraph), der nur im Lukas-Evangelium kurz erwähnt wird, spielt im ersten Teil des Oratorientextes eine zentrale Rolle, während andere zentrale biblische Begebenheiten unberücksichtigt bleiben. Im zweiten Teil spitzt sich die Handlung durch die Gefangennahme Jesu dramatisch zu und entlädt sich schließlich im erlösenden und ausladenden Chorjubel der Engel: »Welten singen Lob und Ehre dem erhabnen Gottessohn.«

Spielstätte

Berliner Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Straße 1
10785 Berlin

Info zu Eintrittspreisen

Kartenpreise von 35 bis 98 Euro

Info zu Tickets

www.berliner-philharmoniker.de

Kartenbüro der Stiftung Berliner Philharmoniker:
Tel. (030) 254 88 999 (Montag – Freitag: 9 – 16 Uhr)
kartenbuero@berliner-philharmoniker.de

Kasse der Philharmonie:
Montag – Freitag: 15 – 18 Uhr
Samstags, sonn- und feiertags: 11 – 14 Uhr

Lageplan

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