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Dez
17.12.2021 bis 21.02.2022 | Oper

Fidelio schweigt.


Komponistin Charlotte Seither und Librettist und Regisseur Hermann Schneider erzählen Beethovens „Fidelio“ jenseits der Aufführungstraditionen und der starren Form. Leonore legt die Rolle Fidelio ab. Es ist die Geschichte ihrer Befreiung und ihrer Autonomie, ihrer Entwicklung zu einem starken, zeitgenössischen Charakter, die zur Voraussetzung für eine Veränderung der Welt wird. Neue Kompositionen von Charlotte Seither kontrastieren, kommentieren und öffnen Beethovens berühmtes Opernwerk.

Veranstalter

Beethovens Oper „Fidelio“ ist ein Solitär auf den Theaterbühnen. Was für andere Opern sich erst im Laufe ihrer Aufführungsgeschichte etablieren musste, galt für „Fidelio“ von Anfang an: Die Oper spielt im Hier und Jetzt. Die Probleme und Widersprüche des Werkes, mit denen schon Beethoven kämpfte, blieben jedoch stets bestehen: der Text, die Erzählweise, die historische Theaterform, die Figuren, die gesprochenen Dialoge setzten jedem Versuch einer zeitgenössischen Betrachtung enge Grenzen. Das soll sich nun ändern. Beethovens langjährige Auseinandersetzung mit dem Sujet und der Gattung der Oper soll so weitergedacht werden, dass der Werkbegriff nicht starre Form bleibt, sondern selbst – wie der Inhalt – transitorische Qualität gewinnt.

Zum 250. Beethoven-Jubiläum geht die Komponistin Charlotte Seither gemeinsam mit dem Librettisten und Regisseur Hermann Schneider daran, die Oper aus heutiger Perspektive neu zu erzählen. Im Zentrum steht Leonore. In „Fidelio schweigt“ haben die Verkleidung und die Übernahme einer männlichen Rolle ausgedient. Leonore verstellt sich nicht mehr. Als zeitgenössischer Charakter geht ihre Tat über die bloße „treue Gattenliebe“ hinaus, da Leonore sich hier als autonomes Subjekt versteht. Die Befreiung, von der die Oper erzählt, ist zu allererst ihr neuer Weg, denn sie wird als eine andere aus der Handlung hervorgehen. Durch die eigene Bestimmung und Vergewisserung ihres Handelns verändert ihr Weg auch die Menschen und die Welt um sie herum.

Die Komponistin Charlotte Seither, die zu den profiliertesten zeitgenössischen KomponistInnen zählt, setzt sich zum Jubiläum intensiv mit dem Werk Ludwig van Beethovens auseinander. In „Fidelio schweigt“ schreibt sie innerhalb der Oper Beethovens neue Musikstücke auf Texte von Hermann Schneider, um die beethovensche Werkstruktur zeitgenössisch zu öffnen, zu kommentieren und perspektivisch in die Gegenwart zu führen.

Spielstätte

Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Großes Haus
Kennedyplatz 1
45881 Gelsenkirchen

Info zu Eintrittspreisen

12 - 42 EUR

Info zu Tickets

Theaterkasse im MiR
Kennedyplatz
45881 Gelsenkirchen

Kartentelefon: 0209.4097-200

Lageplan

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Anfahrt zur Spielstätte

Navi und Parken Eingabe Navigation: Gelsenkirchen, Rolandstraße Parken: 700 Parkplätze ab eine Stunde vor Vorstellungsbeginn in unmittelbarer Nähe zum Theater. Öpnv Jede MiR-Eintrittskarte gilt gleichzeitig als VRR-Ticket (2. Klasse) für die freien Hin- und Rückfahrt zum MiR in der Preisstufe B, bezogen auf das Tarifgebiet 26, Gelsenkirchen. Vom Hauptbahnhof Gelsenkirchen sind es nur zwei Straßenbahnhaltestellen bis zur Station "Musiktheater", die von den Linien 107, 301 und 302 sowie diversen Buslinien angefahren wird.
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