4
Mär
04.03.2020 | Rahmenprogramm

Minona


Das Beethovenjahr 2020 startet am Theater Regensburg mit der Uraufführung der Oper „Minona“ des estnischen Komponisten Jüri Reinvere, der im Bereich der sinfonischen Musik auch in Deutschland bereits bekannt ist. Mit „Minona“ stellt er sich erstmals dem deutschen Opernpublikum vor.

 

Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven widmet sich die Oper dem Schicksal Minona von Stackelbergs. Indizien weisen darauf hin, dass es sich bei ihr um die leibliche Tochter Beethovens handelt.

Veranstalter

Minona von Stackelberg – ist sie die Tochter Ludwig van Beethovens? Neun Monate vor ihrer Geburt im April 1813 schrieb der Komponist den Brief „An die unsterbliche Geliebte“, aller Wahrscheinlichkeit nach Minonas Mutter Josephine von Stackelberg, geborene Brunsvik de Korompa. Mit ihr verband Beethoven eine langjährige tiefe Verbundenheit, Freundschaft und Liebe. Doch ihre Lebensumstände verhinderten stets ein Zusammenleben. 1810 hatte Josephine in zweiter Ehe den estnischen Baron Christoph von Stackelberg geheiratet. Ihre Gemeinschaft war nie glücklich, der Baron litt unter ständigen Geldsorgen. Am Scheitern der Ehe bestand im Sommer 1812, als Beethovens hochemotionaler Brief entstand, kein Zweifel mehr.

 

Minona wurde in eine äußerst prekäre familiäre Situation hineingeboren. Die Vaterschaft Christoph von Stackelbergs wurde jedoch nie öffentlich in Frage gestellt. Als er zurück in seine estnische Heimat ging und seine Frau Josephine ihm nicht folgen wollte, holte er die gemeinsamen Kinder inklusive Minona gegen ihren Willen zu sich nach Reval, dem heutigen Tallinn. Auch Minonas dortigem Leben spürt die Oper nach. Sie schien aus der Familie im Vergleich zu ihren Geschwistern herauszustechen und erhielt sogar den Beinamen „die Gouvernante“.

 

Minona selbst blieb kinderlos, sodass eine abschließende Überprüfung der Vaterschaft Ludwig van Beethovens mittels der DNA etwaiger Nachkommen unmöglich ist.

 

Minona von Stackelbergs Geschichte lässt Raum für Fragen und Spekulationen. Es ist daher gerade die Suche einer Frau nach ihrer Identität, die Regisseur Hendrik Müller in seiner Inszenierung ins Zentrum rückt. Minona sucht Hilfe in der Kunst, nutzt sie als Kompensation, und droht doch an dem Übervater Beethoven zu zerbrechen.

Spielstätte

Theater am Bismarckplatz
Bismarckplatz 7
93047 Regensburg

Info zu Eintrittspreisen

PG 1: 40,10 €
PG 2: 35,20 €
PG 3: 29,90 €
PG 4: 19,80 €
PG 5: 16,50 €
Hör-/Stehplatz: 5,80 €

Lageplan

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt nachzuladen. Bitte beachten Sie, dass durch die Aktivierung Daten an den jeweiligen Drittanbieter übermittelt werden. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Klicken sie auf den unteren Button, um den Inhalt nachzuladen

Inhalt anzeigen