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28.11.2019 | Rahmenprogramm

Abseitiges um Beethoven – Konzerte des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin: Sakari Oramo dirigiert Shchedrins ›Beethovens Heiligenstädter Testament‹


Im Symphoniekonzert mit Sakari Oramo kommt der Jubilar Beethoven mit Rodion Shchedrins klanglicher Umsetzung des ›Heiligenstädter Testaments‹ als symphonisches Fragment zu Wort. 2014 machte der finnische Komponist Magnus Lindberg die Gedanken- und Meinungsfreiheit zum Gegenstand des zeitlosen Melodrams ›Accused‹. Und dem klingenden ›Heiligenstädter Testament‹ stellt Sakari Oramo mit Tschaikowskys Vierter aus dem Krisenjahr 1877 ein nicht weniger bekenntnishaftes Werk gegenüber.

Veranstalter

Im großen Chor zu Ehren des Jubilars Beethoven tritt dieser beim DSO vor allem als Themengeber auf. Sakari Oramo lässt ihn bei seiner Rückkehr ans Pult des Orchesters selbst zu Wort kommen: mit Rodion Shchedrins klanglicher Umsetzung des ›Heiligenstädter Testaments‹ als symphonisches Fragment. Beethoven verfasste das erschütternde Dokument im Alter von 31 Jahren in Heiligenstadt bei Wien. Seine Adressaten, die Brüder Carl und Johann, hat es nie erreicht. Stattdessen verblieb das Schriftwerk im Besitz des Komponisten und wurde erst nach dessen Tod der Öffentlichkeit bekannt. Es ist ein Zeugnis und Bekenntnis gleichermaßen, in dem Beethoven sein Gehörleiden beklagt, das ihn vom gesellschaftlichen Leben absondere, und in dem er die Kunst als Sinn und Inhalt seines Lebens nennt.

Unter der Leitung von Sakari Oramo, ausgewiesener Spezialist für modernes und nordisches Repertoire, liegt nicht nur Shchedrin in den besten Händen, sondern vor allem auch die Musik seines Landsmanns Magnus Lindberg. 2014 machte der finnische Komponist die Gedanken- und Meinungsfreiheit zum Gegenstand seines zeitlosen Melodrams ›Accused‹. Als Textgrundlage dieses überaus expressiven Werks wählte er Verhörprotokolle aus drei unterschiedlichen Epochen. Anu Komsi, ein weiterer Starexport aus Finnland, übernimmt den rezitativischen Solopart. Der gefeierten Sopranistin obliegt die Aufgabe, zugleich Anklägern und Angeklagten ihre Stimme zu leihen.

Dem klingenden ›Heiligenstädter Testament‹ stellt Sakari Oramo mit Tschaikowskys Vierter ein nicht weniger bekenntnishaftes Werk gegenüber. Sie entstand im Krisenjahr 1877, in der für den Komponisten wohl schwierigsten Zeit seiner glücklosen Ehe und der für ihn erdrückenden Last seiner Homosexualität.

 

Do 28.11.19 | 20 Uhr | 19.10 Uhr Einführung

SAKARI ORAMO

Anu Komsi Sopran

RODION SHCHEDRIN ›Beethovens Heiligenstädter Testament‹

MAGNUS LINDBERG ›Accused‹ für Sopran und Orchester

PJOTR TSCHAIKOWSKY Symphonie Nr. 4

Spielstätte

Berliner Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Straße 1
10785 Berlin

Info zu Eintrittspreisen

20 € – 65 €

Info zu Tickets

Besucherservice des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 | 2. OG
10117 Berlin | am Gendarmenmarkt

Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr

Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
tickets@dso-berlin.de

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