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Feb
15.02.2020 bis 12.07.2020 | Ausstellung

Tony Conrad


Der Kölnische Kunstverein präsentiert diese erste umfassende Ausstellung der künstlerischen Arbeit Tony Conrads in Deutschland. Im Rahmen dessen wird eine Performance- und Musikreihe realisiert.

 

Tony Conrad ist Experimentalkünstler und gilt als Schlüsselfigur für Medienkünstler wie Tony Oursler oder Mike Kelley. Er war als Violinist einer der Mitbegründer der Minimal Music und zusammen mit La Monte Young und John Cale Pionier von Drone-Musik.

Der Kölnische Kunstverein realisiert diese erste groß angelegte Ausstellung, Performance- und Musikreihe in Deutschland, die Tony Conrads künstlerische Arbeit ehrt. Sie folgt einer Retrospektive, die 2018 und 2019 in der Albright-Knox Gallery, Buffalo, im MIT List Visual Arts Center und Institute of Contemporary Art at the University of Pennsylvania ausgerichtet wurde.

 

Tony Conrad war Experimentalkünstler und galt als Schlüsselfigur für Medienkünstler wie Tony Oursler oder Mike Kelley. Als Violinist war er einer der Mitbegründer der Minimal Music und Pionier der Drone-Musik. Mit seinem ersten Film "The Flicker" (1966) schuf er eine Ikone des strukturellen Films. Seine musikalische Arbeit (Komposition, Performances, selbst hergestellte Musikinstrumenten) ist unweigerlich mit seinem Werk als bildender Künstler verbunden. Als zentrale Figur der Avantgarde, dessen Karriere sich über sechs Dekaden spannt, wird sein vielschichtiges Werk mit dieser Ausstellung nach seiner Teilnahme an der documenta 5 wieder einem europäischen Publikum vergegenwärtigt werden.

 

Conrads erster Film "The Flicker" (1966), ein stroboskopisches Experiment, führte bald zu Projekten, in denen er Film als skulpturales und performatives Material behandelte (z.B. "Yellow Movies", 1972/73). In den 1980er Jahren kritisierten seine ehrgeizigen Filme über Machtverhältnisse in der Armee und in Gefängnissen und seine medienkritischen Programme für das öffentliche Fernsehen in den 1990er Jahren, was er als aufkommende Kultur der Überwachung, Kontrolle und Eindämmung empfand. Conrad war Meister des "Crossovers", der Überbrückung und Verbindung verschiedener Disziplinen, sodass es unmöglich scheint die gegenseitige Abhängigkeit zwischen Kunst, Film, Performance und Musik in zeitgenössischer Praxis ohne ihn zu denken. In seiner 40-jährigen Tätigkeit als Professor an der University in Buffalo provozierte und inspirierte er Generationen von Studierenden bis heute.

Spielstätte

Kölnischer Kunstverein
Hahnenstr. 6
50667 Köln

Info zu Eintrittspreisen

Eintrittspreise Ausstellung und Veranstaltungen:
€ 4,- / € 2,- / Eintritt frei für Mitglieder des Kölnischen Kunstvereins oder des ADKV

Info zu Tickets

Kölnischer Kunstverein
Hahnenstraße 6
50667 Köln

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di – So 11 – 18 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen.
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Abb. s.o.: Tony Conrad, Installationsansicht Kölnischer Kunstverein, 2020, Courtesy: The Estate of Tony Conrad, Galerie Buchholz, Köln/Berlin/New York and Greene Naftali, New York, Foto: Mareike Tocha

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