4
Dez
04.12.2019 | Rahmenprogramm

Vladimir Ashkenazy beim Deutschen Symphonie-Orchester Berlin


Vladimir Ashkenazy stimmt bei der Rückkehr zum DSO in den Chor der Beethoven-Feierlichkeiten

ein. Er betrachtet ihn mit Blick auf dessen Nachwirken bei Max Reger in den ›Variationen und

Fuge‹. Auch Rachmaninoff hat mit großen Variationszyklen auf das Schaffen anderer reagiert. Im

Fall der ›Paganini-Rhapsodie‹ reicherte er sein Werk mit der Kraft und Farbigkeit des Orchesters an.

Im zweiten Teil wartet Ashkenazy mit Schostakowitschs Fünfter, einem Meisterwerk russischer

Symphonik, auf.

Vladimir Ashkenazy stimmt bei der Rückkehr ans Pult seines ehemaligen Orchesters in den Chor der Beethoven-Feierlichkeiten ein. Er betrachtet den Jubilar mit Blick auf dessen Nachwirken bei Max Reger. Dieser wählte die letzte der elf Bagatellen aus Beethovens Opus 119 als Vorlage für seine ›Variationen und Fuge‹ – eine wenig bekannte, eher unscheinbare »Belanglosigkeit«, die der Komponist ins Monumentale überträgt. Ausgesprochen kontrastreich variiert er das Thema und führt es in der spätromantischen Ausdrucksskala von einem Extrem ins nächste. Auch Sergei Rachmaninoff hat mit mehreren großen Variationszyklen auf das Schaffen anderer Komponisten reagiert. Im Fall seiner ›Rhapsodie über ein Thema von Paganini‹ war es dessen 24. Caprice in a-Moll. In seiner letzten Komposition mit solistischen Klaviereinsatz verlangt er dem Pianisten noch einmal alles ab – eine reizvolle Herausforderung für den jungen Usbeken Behzod Abduraimov.

Im zweiten Teil wartet Ashkenazy mit einem Meisterwerk russischer Symphonik auf, das 80 Jahre nach seiner Uraufführung immer noch Rätsel aufgibt. Dmitri Schostakowitsch hatte infolge des berüchtigten Prawda-Artikels ›Chaos statt Musik‹ und der Diffamierung als Formalist seine Vierte Symphonie in der Schublade verschwinden lassen. Um einem Schaffensverbot zu entgehen, beschloss er schnell, eine Fünfte zu schreiben, die der sowjetischen Forderungen nach Sozialistischem Realismus entsprach. Er reduzierte seine Tonsprache und griff auf einen spätromantischen Gestus zurück. Das Werk wurde mit überwältigendem Applaus aufgenommen und der eigentlich erzwungene Stilwandel als Rückkehr des Komponisten zur Linientreue gefeiert.

 

Mi 04.12.19 | 20 Uhr | 19.10 Uhr Einführung

VLADIMIR ASHKENAZY

Behzod Abduraimov Klavier

REGER Fuge über ein Thema von Beethoven

RACHMANINOFF Rhapsodie über ein Thema von Paganini

SCHOSTAKOWITSCH Symphonie Nr. 5

Spielstätte

Berliner Philharmonie
10785 Berlin
Herbert-von-Karajan-Straße 1

Info zu Eintrittspreisen

20 € - 65 €

Info zu Tickets

Besucherservice des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin
in der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Charlottenstr. 56 | 2. OG
10117 Berlin | am Gendarmenmarkt

Öffnungszeiten: Mo bis Fr, 9 – 18 Uhr

Kontakt:
Tel 030. 20 29 87 11
Fax 030. 20 29 87 29
tickets@dso-berlin.de

Lageplan

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt nachzuladen. Bitte beachten Sie, dass durch die Aktivierung Daten an den jeweiligen Drittanbieter übermittelt werden. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Klicken sie auf den unteren Button, um den Inhalt nachzuladen

Inhalt anzeigen

Veranstalter